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Eingang Stephanstraße
   
Atelier Innen Dezember 2007
 
Atelier Innen Januar 2008
 
 
Atelier zur Veranstaltung Offene Ateliers Kunstpunkte 23./24. August 2008

 

PRESSEBERICHT  02. August  2007  Stadt Düsseldorf

Atelierhaus in Reisholz fast schon ausgebucht

Kulturamt mietet über 3.000 Quadratmeter neue Atelierflächen an/45 Ateliers sind bereits bezogen

Düsseldorf baut seine bundesweit führende Rolle in der Atelierförderung weiter aus: Auf dem Gelände der alten Leitz-Fabrik in Reisholz ist jetzt eines der größten Atelierhäuser der Landeshauptstadt entstanden. Rund 3.200 Quadratmeter Betriebsfläche wurden dort vom Eigentümer in enger Abstimmung mit der Stadt für die Zwecke der Kunst umgebaut. Inzwischen sind 45 Ateliers bezogen. Sieben weitere werden derzeit noch fertiggestellt und können ab 1. September ebenfalls vermietet werden. Die Gesamtzahl städtisch geförderter Künstlerateliers erhöht sich damit auf rund 370.

Einweihung des Atelierhauses Walzwerkstraße
Kulturdezernent Hans-Georg Lohe (links) und Hauseigentümer Gil Andreas Bronner stellten das neu eröffnete Atelierhaus an der Walzwerkstraße vor.

Für die Anmietung der Flächen in der ehemaligen Fabrik hatte der Kulturausschuss der Stadt im September 2006 einstimmig grünes Licht gegeben. Der Eigentümer und Architekt Gil A. Bronner sorgte zunächst für eine regelrechte Kernsanierung des Gebäudes. Dann folgten sukzessive die Umbauten für die Ateliers, deren Ausstattung nicht nur mit dem Kulturamt, sondern auch mit den Künstlern abgestimmt wurde.

Alle Ateliers haben sehr gute Lichtverhältnisse, sind mit neuen Fenstern, Heizung, Wasser- und Telefonanschluss ausgestattet. Die Größe reicht von 40 bis 140 Quadratmeter. Die Mietpreise sind günstig.

Inzwischen haben 45 Künstlerinnen und Künstler einen Mietvertrag mit dem Kulturamt unterschrieben. Die ersten zogen bereits im November 2006 ein, Monat für Monat wurden es mehr. So fand auch eine Gruppe von fünf Künstlern, die ihre Räume an der Rather Straße aufgeben musste, gemeinsam an der Walzwerkstraße ihr neues Domizil.

45 Kunstschaffende haben eine neue Heimat gefunden

Alexia Krauthäuser im Atelierhaus Walzwerkstraße
Alexia Krauthäuser freut sich über ihr neues Atelier auf der Walzwerkstraße.

Maler, Bildhauer, Fotografen und auch zwei Glaskünstler sind jetzt in das Atelierhaus eingezogen, das die Stadt Düsseldorf langfristig angemietet hat. Alle Altersgruppen sind vertreten. In der Regel haben die Künstlerinnen und Künstler an der Kunstakademie Düsseldorf studiert. Stipendiaten des Düsseldorfer Kunstvereins erhalten ebenfalls einen Arbeitsplatz im Atelierhaus Walzwerkstraße.

Das neue Künstlerzentrum in Reisholz bietet ideale Bedingungen. Nicht nur Arbeitsräume sondern auch Lagerflächen, für die es in Düsseldorf eine große Nachfrage gibt, stehen an der Walzwerkstraße zur Verfügung. Äußerlich hat sich das Haus sehr gemausert, es erhielt einen fast himmelblauen Anstrich, Teile des Gebäudes wurden in ultramarinblau gestrichen, so dass das Atelierhaus weithin sichtbar ins Auge fällt.

Thorsten Göb
Auch Thorsten Goeb hat sein Atelier nach Reisholz verlegt.

Die Infrastruktur in Reisholz ist für die Künstler gut. Der Standort Walzwerkstraße ist mit der S-Bahn in rund zehn Minuten vom Hauptbahnhof aus zu erreichen. Der Anschluss zur Autobahn ist nah, und die angrenzende Henkelstraße hat noch eine urbane Struktur wie Künstler sie mögen.

Erstmals werden sich die Künstlerinnen und Künstler im Atelierhaus anlässlich der Aktion "Kunstpunkte" im August (Wochenende 18./19. August) der Öffentlichkeit präsentieren.

Sieben weitere Ateliers werden derzeit fertiggestellt und können ab 1. September vermietet werden. Für interessierte Künstler gibt es Besichtigungstermine, die unter Telefon 0211/89-96110 (Karin Rauers) vereinbart werden können. Die Ateliers werden bevorzugt an Absolventen der Kunstakademie vergeben.

(1. August 2007)

Hintergrund-Informationen

Die Bereitstellung von Atelierraum hat in Düsseldorf eine lange Tradition, weil durch die Kunstakademie stets Arbeitsmöglichkeiten für Künstler nachgefragt werden. Im Rahmen der Künstlerförderung hat die Stadt immer wieder Gebäude für Künstler angemietet oder aus eigenem Bestand zur Verfügung gestellt. Derzeit gibt es rund 370 städtische Ateliers, die aber kaum ausreichen, den Bedarf an bezahlbarem Atelierraum zu decken. Denn in Düsseldorf leben etwa 1.800 Künstlerinnen und Künstler, und die "Nischen" auf dem freien Immobilienmarkt werden immer rarer.

Daher kam das Angebot des Eigentümers, der bereits das Atelierhaus an der Lierenfelder Straße langfristig der Stadt zur Verfügung gestellt hat, mit der ehemaligen Leitz-Fabrik gerade richtig. In der Düsseldorfer Innenstadt gibt es immer weniger geeignete Räumlichkeiten und so weichen die Künstler, wie etwa in Paris oder Tokio auch, zunehmend in ehemalige Industriegebäude der Außenbezirke aus.
PRESSEBERICHT  02. August  2007 WZ Düsseldorfer Nachrichten